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10 Sep 2018

Energieeffizienz im Quartier: Inter- und transdisziplinäres Promotionskolleg präsentiert Erkenntnisse

Wie können Infrastrukturen zukunftsfähig umgestaltet werden? Wie lassen sich Eigentümer für Sanierungsmaßnahmen aktivieren? Wie können neue Handlungsweisen etabliert werden? Welche Rolle und Handlungsspielräume haben die Kommunen zur Umsetzung von Energieeffizienz im Quartier?

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Antworten auf diese und andere Fragen wurden bei einer Fachtagung am 14. Mai 2018 in Dortmund präsentiert und diskutiert. Mehr als 100 Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis folgten der Einladung an die TU Dortmund. Im Fokus der Veranstaltung standen die Impulsvorträge der zwölf Promovierenden des NRW-Fortschrittskollegs „Energieeffizienz im Quartier“, eines interdisziplinären Forschungsnetzwerks der TU Dortmund, der Ruhr-Universität und der Hochschule Bochum, der Universität Duisburg-Essen und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und von der Stiftung Mercator ergänzend unterstützt. Die Promovierenden gaben aus ihren unterschiedlichen Perspektiven heraus Antworten auf die Frage, wie Energieeffizienzmaßnahmen in unterschiedlich konstituierten Quartieren im Ruhrgebiet erreicht werden können. Danach nutzten die Besucher der Tagung die lange Mittagspause, um mit den Kollegiaten an ihren Postern die Ergebnisse zu vertiefen. Die Poster finden sie hier.

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Am Nachmittag erweiterten mehrere Vorträge die Erkenntnisse um nationale und internationale Praxiserfahrungen: Oliver Juli von der Aspern Smart City Research GmbH stellte die innovativen Ansätze zur Energieversorgung in der Seestadt Aspern in Wien vor. Prof. Dr. Ing. Annette Hafner legte die Potentiale von Holzbau für ein ressourceneffizientes Bauen dar und Peter Flosbach, Geschäftsführer der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH erläuterte innovative energetische Konzepte für Dortmunder Quartiere.

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Eine vielfältig besetzte Diskussionsrunde beleuchtete letztendlich die Frage nach dem Mehrwert und der Ausgestaltung einer transdisziplinären Vorgehensweise, die Forschung mit Praxis verbinden soll. Die Runde aus Praxis und Wissenschaft benannte Erfolgsvoraussetzungen für eine transdisziplinäre Zusammenarbeit und die zukünftige Ausrichtung des Forschungsfelds.

Die Veranstaltung wurde mit Beteiligung des Regionalen Innovationsnetzwerks (RIN) Energieeffizienz Ruhr durchgeführt. Wir danken für die Unterstützung!

Das Fortschrittskolleg „Energieeffizienz im Quartier“ wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und von der Stiftung Mercator ergänzend unterstützt. In dem inter- disziplinären Zusammenschluss von sechs Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Metropole Ruhr (TU Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Bochum, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) forschen unter Konsortialführung der TU Dortmund Ingenieure, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Rechts- und Politikwissenschaftler unter Einbindung von Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft an einer gemeinsamen Fragestellung. Angesichts der positiven Erfahrungen ist eine zweite Kollegphase ab Anfang 2019 beantragt. Im Fokus sollen dann Transformationsstrategien und Modelle zur Umsetzung von Energieeffizienz im Quartier stehen.