Energieeffizienz in benachteiligten Quartieren. Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaften zur Steuerung der Energieeffizienz innerstädtischer Problemquartiere

 

Promovend:

Dipl.-Ing. (FH) Christian Hemkendreis M. Sc.

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Betreuung:

Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher
Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung
Technische Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung

Prof. Dr. J. Alexander Schmidt
Institut für Stadtplanung und Städtebau
Abteilung Bauwissenschaften
Fakultät Ingenieurwissenschaften
Universität Duisburg-Essen

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens:

Ziel der Energiewende auf Quartiersebene ist insbesondere die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor. Vor allem in innerstädtischen Problemquartieren findet aufgrund schlechter ökonomischer und sozialer Rahmenbedingungen bisher jedoch kaum Sanierungstätigkeit statt. Die Problemstellungen führen dazu, dass einerseits energetische Potenziale kaum gehoben werden und andererseits die energetische Ausstattung zu einer Verfestigung der Benachteiligung der Quartiere beiträgt. Ein wichtiger Indikator stellt die Sanierungsrate im Gebäudebestand dar, die trotz weitreichender öffentlicher Anstrengungen bundesweit auf einem niedrigen Niveau stagniert.

Die öffentliche Hand versucht mittels Anreizen, Beratung, Koordination und Kooperation Energieeffizienzmaßnahmen im privaten Wohngebäudebestand anzuregen. In benachteiligten Quartieren trifft diese kooperative Governance jedoch auf eine Situation in der der Markt nicht mehr in der Lage ist Anreize zielführend aufzunehmen. Es fehlen kooperationsfähige und -willige Akteure. Zumindest in benachteiligten Quartieren reicht die derzeitige kommunale Governance für ihre energetische Entwicklung nicht aus.

Die Arbeit stellt die Frage, nach kommunalen Handlungsmöglichkeiten, die unter problematischen Rahmenbedingungen ein direktes Eingreifen in den Gebäudebestand ermöglichen. Im Kern des Dissertationsvorhabens stehen Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaften, die als kommunale Ausgründungen seit einigen Jahren vermehrt als ein Akteur zur Steuerung der Quartiersentwicklung, insbesondere im Umgang mit einem problematischen und sanierungsbedürftigen Gebäudebestand, eingesetzt werden. Ziel der Arbeit ist es ihre Potenziale und Herausforderungen für Energieeffizienz in benachteiligten Quartieren herauszuarbeiten. Die Untersuchung erfolgt anhand drei empirischer Fallstudien bestehender Stadterneuerungs- bzw. Stadtentwicklungsgesellschaften mit Handlungsmöglichkeiten im Gebäudebestand. Anhand ihrer Gegenüberstellung werden Rückschlüsse auf die Entwicklungsmöglichkeiten von Stadterneuerungsgesellschaften bei der Steuerung der Energieeffizienz im Allgemeinen gezogen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Spannungsfeld im Übergang zwischen kommunaler Ausgründung und privatwirtschaftlicher Verantwortlichkeit.

Kontakt:

Fachgebiet Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung

Technische Universität Dortmund
Fakultät Raumplanung

August-Schmidt-Str. 10, GB III, Raum 102
44221 Dortmund

Tel.: 0231/755-6484

E-Mail: christian.hemkendreis@tu-dortmund.de

http://www.staedtebauleitplanung.de/cms/de/fachgebiet/personen/mitarbeiter/Christian_Hemkendreis.html

 

 

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