Rechtliche Rahmenbedingungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf Quartiersebene

Promovend:

Ass. jur. Milan Hoff

milan-hoff

Betreuung:

Prof. Dr. Joh.-Christian Pielow
Institut für Berg- und Energierecht
Ruhr-Universität Bochum

 

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens:

Neben der Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bildet die Steigerung der Energieeffizienz die zweite Säule der Energiewende. Um die energie- und klimapolitischen Ziele der Energiewende zu erfüllen, kommt dem Gebäudesektor eine Schlüsselfunktion zu. Auf diesen Bereich entfallen circa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs, sowie rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen in Deutschland, wobei die Raumwärme rund drei Viertel des Energieverbrauchs in Haushalten ausmacht. In diesem Bereich besteht ein enormes Energieeinsparpotential, einerseits aufgrund des hohen Anteils am Bundesgesamtenergieverbrauch, andererseits wegen des Alters der Bestandsgebäude- und Heizungsinfrastruktur, die daher oftmals nicht ansatzweise dem Stand der neuesten Technik entsprechen. Aufgrund desselben Baualters von Gebäuden innerhalb einzelner Straßenzüge und Quartiere, ähnelt sich die Gebäudetypologie und Energiebilanz der Gebäude in vielen Fällen, so dass sich für die Erzielung von Energieeffizenzgewinnen ein quartiersbezogener Ansatz bei der Sanierung und Wärmeversorgung der Gebäude anbietet. Gleiches gilt für Neubaugebiete, die ebenfalls eine grundsätzlich homogene Gebäudestruktur aufweisen.

Zusätzlich zu der Gebäudekomponente bietet das Quartier als Handlungsebene für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen weitere Vorteile, wie das Bestehen eingespielter Akteursstrukturen (Kommunalverwaltung, Stadtwerke, kommunale Wohnungsunternehmen und Genossenschaften, Einzeleigentümer) und die Möglichkeit einer gemeinsamen Energieversorgung – etwa durch ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung oder eine gemeinsame Solar- oder Geothermieanlage.

Der Fokus des Forschungsvorhabens liegt daher auf der Darstellung und Interpretation des Rechtsrahmens für Hauswärme- Energieeffizienz und der Frage, welche Rolle das Quartier als Handlungsebene für einzelne Effizienzmaßnahmen einnehmen kann. In diesem Kontext soll auch untersucht werden, inwieweit die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen fördern oder womöglich hemmen.

Kontakt:

Institut für Berg- und Energierecht
Ruhr Universität Bochum
Massenbergstr. 9-13
D – 44787 Bochum
Bochumer Fenster (BF), Eingang 13b, Etage 4

Tel.: 0234/3226949
Fax: 0234/3214212

E-Mail: milan.hoff@ruhr-uni-bochum.de

http://www.ruhr-uni-bochum.de/ibe/mitarbeiter/hoff.html

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