Smart DE²STINI – Smart City Dortmund

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Was haben die Städte Dortmund, Amiens in Frankreich und Santander in Spanien gemeinsam? Alle drei sind Lighthouse-Städte des gemeinsamen EU-Antrages, mit dem diese drei Städte insgesamt rund 18 Millionen Euro aus dem Europäischen Förderprogramm Horizont 2020, „Smart Cities and Communities“, beantragt haben.

Drei weitere Städte, Bergamo (Italien), Karlskrona (Schweden) und Oradea (Rumänien) begleiten das Projekt als sogenannte Follower Cities mit dem Ziel, aus den Erfahrungen des Projektes zu lernen und in den nächsten Jahren selbst Lighthouse-City zu werden.

Unter Leitung der Stadt Dortmund, Projektbüro „Nordwärts“, und der Leitstelle Energiewende Dortmund (L.E.D) hat das europäische Konsortium, auf 150 Seiten beschrieben, wie es gelingen kann, intelligente Ansätze zu entwickeln, die eine zukünftige „Smart City“ gestalten und das gesamtgesellschaftliche Ziel vom „Guten Leben“ unterstützen. Zielsetzung des Vorhabens ist es aufzuzeigen, wie sich Quartiere, Städte und Regionen im Sinne einer intelligent vernetzten Stadtentwicklung hin zu mehr Energieeffizienz und weniger Emissionen verändern können und wie diese Entwicklungen für die Menschen nutzbar gemacht werden, die jetzt und in Zukunft mit den sich verändernden Rahmenbedingungen leben.

Die wichtigste Herausforderung ist die deutliche Erhöhung der Gesamtenergieeffizienz. Dies beinhaltet unter anderem die bessere Nutzung lokaler Ressourcen sowie die Stärkung der Nachfrage. Auf der Quartiersebene gehören dazu Energieeffizienzmaßnahmen wie der Einsatz erneuerbarer Energien, die Nachhaltigkeit der urbanen Mobilität und die signifikante Reduzierung von Treibhausgasemissionen (EU-Ziel: 40 Prozent CO²-Reduzierung bis 2020) unter wirtschaftlich annehmbaren Bedingungen. Als Ergebnis werden niedrigere Energiekosten, schnellere Mobilität, höhere Widerstandskraft gegenüber Klimafolgen (z.B. Wärmeinseln) sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze erwartet.

Erreicht wird dies durch die integrierte Betrachtung der verschiedenen Infrastrukturebenen (Gebäude/Siedlungen, Netze, Energieversorgung etc.) in Stadtteilen, Quartieren oder auch kleineren Einheiten. Smarte Infrastrukturen verbinden auf intelligente Weise die Energieplanung, die Planung und den Betrieb von thermischen und elektrischen Netzen, eine energieeffiziente Gebäudetechnologie und optimierte Technologien zur Versorgung mit und zur Nutzung von erneuerbaren Energien. Demonstrationsprojekte im Bereich des zu betrachtenden Quartiers sollen entsprechende Maßnahmenbündel sowohl im Wohngebäudebestand, als auch im Neubau von Infrastruktureinrichtungen umfassen.