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Das Ziel der Regionalen Innovationsnetzwerke (RIN) des Landes Nordrhein-Westfalen besteht in der Vernetzung von Akteuren unterschiedlichster Gebiete im Sinne der gemeinsamen Entwicklung geeigneter Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen.

Das „Regionale Innovationsnetzwerk Energieeffizienz Ruhr“ ist ein interdisziplinäres Netzwerk bestehend aus wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie aus individuellen Bürgern und Unternehmern. Das Netzwerk befasst sich mit der zentralen Thematik „Energieeffizienz im Ruhrgebiet“. Im Fokus stehen dabei vor allem technische und gesellschaftliche Herausforderungen in den Bereichen Wohnungswirtschaft sowie gewerblich genutzter Gebäude, Anlagen und auch Infrastrukturen. Neben diesen beiden Thematiken fokussiert sich das RIN Energieeffizienz Ruhr ebenfalls auf das zukunftsweisende Thema: Energieeffizienz durch Sektorenkopplung.

Gegründet wurde das RIN Energieeffizienz Ruhr 2012, um den Klimaschutzzielen der Bundesregierung näher zu kommen. Seit Anfang 2016 wird das Netzwerk unter der Leitung des Instituts für Energiesysteme, Energieeffizienz und Energiewirtschaft (ie³) der Technischen Universität Dortmund inhaltlich, organisatorisch sowie strategisch neu ausgerichtet.

  • Vernetzung transdisziplinärer Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft, öffentlichem und zivilgesellschaftlichem Sektor sowie Partner als individuelle Bürger und Unternehmer
  • Bildung von komplementären Konsortien mit der Intention neue Projekte zum Thema Energieeffizienz zu generieren
  • Bestimmung vorhandener Leuchtturmprojekte im Ruhrgebiet zur Antizipation dieser für zukünftige Projekte
  • Transdisziplinäre Energieeffizienzprojekte – mit und ohne Förderungsabsicht
  • Kooperative Antragsstellung für förderfähige Projekte
  • Verknüpfung von Netzwerkpartnern hinsichtlich zukünftiger Kooperationen im Bereich Energieeffizienz

Das RIN – Energieeffizienz Ruhr setzt sich mit folgenden Themenschwerpunkten auseinander:

  • Energieeffizienz in der Wohnungswirtschaft
    Dieser Schwerpunkt befasst sich mit Themen hinsichtlich der Energieeffizienz in der Wohnungswirtschaft. Im Fokus liegen dabei Themen wie Mieterstrommodelle, Refinanzierungsoptionen, Mieter- sowie Elektromobilität, erneuerbare Energien und Flatratemodelle.
  • Energieeffizienz im Gewerbegebiet
    Im Rahmen dieses Themenschwerpunktes behandelt das Netzwerk folgende Themen in Bezug auf Gewerbegebiete: Smart Factory, Industrie 4.0, Photovoltaik, Abwärme, Flottensharing, Elektromobilität und Stromdirektvermarktung.
  • Energieeffizienz durch Sektorenkopplung
    Diese zukunftsweisende Thematik befasst sich mit der Verknüpfung dreier essentieller sowie zusammengehöriger Energiebereiche: Strom, Wärme und Mobilität. Das Netzwerk fokussiert hierbei die Themen Elektromobilität, Photovoltaik, Nahwärme, Speicher und BHKW’s.
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Im Rahmen der Forschungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen (Fortschritt NRW) fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW seit 2014 sechs Fortschrittskollegs, die ab Juli 2016 auf zwölf erweitert wurden. Aus der Überzeugung heraus, dass nur inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze geeignet sind, komplexe gesellschaftliche Fragestellungen der heutigen Zeit zu lösen, werden in den Kollegs die Grundlagen gelegt.

Wie eine Steigerung der Energieeffizienz auf der entscheidenden Quartiersebene möglich wird – damit beschäftigt sich das Fortschrittskolleg „Energieeffizienz im Quartier“ unter Konsortialführung der TU Dortmund. Die Promovierenden überschreiten von Beginn an disziplinäre Grenzen zwischen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Rechts- und Politikwissenschaft sowie der Raumplanung. Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft sowie individuelle Bürger werden in den transdisziplinären Forschungsprozess eng und in allen Phasen eingebunden.

Die leitende Fragestellung für das Kolleg ist: „Welche Systeminnovationen und Strukturen sind notwendig, um die flächendeckende Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in unterschiedlich konstituierten Quartieren zu erreichen?“.

Das Fortschrittskolleg verfolgt das Ziel, Wirkungszusammenhänge besser zu verstehen, die zu einer Erhöhung der Energieeffizienz führen – und daraus strategische Ansatzpunkte abzuleiten, wie sich entsprechende Maßnahmen auch in größeren räumlichen Zusammenhängen anstoßen und umsetzen lassen. Forschungsgebiet ist das Ruhrgebiet mit ausgewählten Quartieren. Für die Beschreibung und Analyse können unterschiedliche „Dimensionen“ eines Quartiers herangezogen werden: Funktionen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc.), baulich-räumliche Gegebenheiten, sozio-demografische Strukturen, ökonomischer Kontext, kulturell-historischer Kontext, technische Voraussetzungen und rechtliche Rahmenbedingungen. Gerade die Verknüpfungen zwischen diesen „Dimensionen“ sollen in unterschiedlichem Maße in drei interdisziplinären Forschungsschwerpunkten bearbeitet werden.

  • Soziotechnische Dynamik
  • Akteure, Governance und Handlungsoptionen
  • Übergeordnete Zusammenhänge

Die Themen sind komplementär zueinander angelegt und eng eingebettet in die fachliche Ausrichtung der beteiligten Professorinnen und Professoren sowie ihrer Lehrstühle.

Von Oktober 2014 bis Dezember 2018 promovieren in dem inter- und transdisziplinären Fortschrittskollegs 12 Kandidatinnen und Kandidaten gleichzeitig zu Fragestellungen, die sich der Herausforderung aus technischer, baulich-räumlicher, wirtschaftlicher, juristischer und sozialer Perspektive nähern.

Unter der Konsortialführung an der TU Dortmund sind insgesamt sechs Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen der Region beteiligt und decken an elf Fachgebieten, Instituten oder Lehrstühlen die Perspektiven aus sechs Disziplinen ab. Neben der TU Dortmund bezieht das Kolleg die Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Universität Bochum, Hochschule Bochum, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie die EBZ Business School in Bochum ein.

Insgesamt forschen 12 Doktorandinnen und Doktoranden (fünf weiblich, acht männlich), darunter ein assoziierter Doktorand, in transdisziplinärer Herangehensweise und intensivem gemeinsamen Austausch.

Das Fortschrittskolleg „Energieeffizienz im Quartier“ wird durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und von der Stiftung Mercator ergänzend unterstützt.